Berichte vom Behindertenbeirat und Arbeitskreis sowie Inklusionsgruppe

Me-TooMe-TooMe-TooMe-Too10.4.: Kino im Bürgerhaus: Mobiles Kino Niedersachsen war wieder vom Arbeitskreis Inklusion engagiert worden, um in der Wedemark „anspruchsvolles Kino“ zu zeigen, nämlich den Film „Me-Too – Wer will schon normal sein?“  
Zwei kaum unterschiedlichere Personen führt das Leben zusammen in einem Amt für Gleichstellung. Da ist der studierte Daniel (34) mit Down-Syndrom,  einfühlsam und humorvoll, doch ein defekter Fotokopierer kann ihn in den Wahnsinn treiben. Und auf der anderen Seite ist Laura, seine Arbeitskollegin. Laura hat ihr Leben nicht im Griff, mit ihrer Familie hat sie gebrochen, nachts dröhnt sie sich in Diskotheken mit Alkohol zu und schläft wahllos mit fremden Männern. Doch als eine von wenigen nimmt sie Daniel trotz seiner Behinderung ernst. Daniel verliebt sich in sie, erlebt jedoch zunächst eine herbe Abfuhr. Laura muss dann nach Madrid in Familienangelegenheiten, Daniel reist ihr hinterher, um Laura in dieser Situation beizustehen. Die beiden kommen sich wieder näher und gestehen sich gegenseitig ihre Liebe, von der sie aber auch erkennen, dass diese Art Liebe für sie auf Dauer eine Unmöglichkeit ist. Laura erklärt Daniel, dass sie mit ihm in dieser besonderen Situation Liebe machen will, jedoch nur ein einziges Mal, nicht mehr – aber auch nicht weniger, wie Daniel glücklich feststellt. Bei seiner Rückfahrt von Madrid wächst in Daniel die Erkenntnis, dass er zwar noch nicht die Liebe seines Lebens gefunden hat, aber an seinen Erfahrungen gewachsen ist.
Der Film bezieht seine Authentizität aus der Tatsache, dass die Handlung frei an der Lebensgeschichte des Hauptdarstellers Pablo Pineda (* 1974) angelehnt ist, der als erster Mensch mit Down-Syndrom weltweit einen Universitätsabschluss schaffte. Synchronisiert wurde Pineda in der deutschen Fassung vom Schauspieler Sebastian Urbanski, der ebenfalls mit dem Down-Syndrom geboren wurde. (Wikipedia)

Mobitag9.4.: Mobilitätstraining für Menschen mit und ohne Behinderung: RegioBus hatte erstmals auf dem Parkplatz am Gymnasium von 13-17 Uhr zu einem Mobilitätstraining eingeladen, unterstützt durch die Behindertenbeauftragte der Region, Renate Conrads und auch den Behindertenbeirat der Gemeinde sowie den Arbeitskreis Inklusion. Insgesamt etwa 50 insbesonders ältere Personen haben die Gelegenheit wahrgenommen, entweder mit eigenem "Gefährt" oder Leih-Rollstuhl oder Rollator  den aufgebauten Hindernisparcour und das Hereinfahren in den Bus und wieder Herausfahren zu trainieren. Die Mitarbeiter von RegioBus zeigten alle Hilfe-Möglichkeiten, um diesem Personenkreis die Angst vor der Nutzung eines Busses aufgrund der eigenen Behinderung zu nehmen. Die Firma Meldau hatte einen Hol- und Bringdienst zum Fritz-Sennheiser-Platz eingerichtet für diejenigen, die keine eigene Anfahrmöglichkeit hatten. Die Firma Caremarkt aus Mellendorf zeigte ihr Sortiment für Handikap-Menschen und der Sozialverband hatte ein Zelt aufgebaut, bot Kalt-Getränke sowie Kaffee und Kuchen und reichlich Sitzmöglichkeiten. So konnten sich die Besucher der Veranstaltung bei strahlendem Sonnenschein -schon fast zu warm- gegenseitig nicht nur kennenlernen, sondern auch regen Gedankenaustausch treiben. RegioBus wird diese Art der Veranstaltung in 5 Gemeinden umschichtig durchführen, so dass in der Wedemark  auch in Zukunft jedes zweite Jahr ein Mobilitätstag stattfindet. Hier eine Bilderserie vom Mobilitätstraining

mit Hoppenstadt12.3.: 7.Sitzung des Behindertenbeirats: Renate Löhr begrüßte  um 19 Uhr die Anwesenden, vor allem Dr.Hendrik Hoppenstedt, der sich vor Ort ein Bild verschaffen wollte, welche Sorgen einen Behindertenbeirat umtreiben, denn in seiner Heimatstadt Burgwedel gibt es keinen Behindertenbeirat. So wurden die Standard-Tagesordnungspunkte bis zu den Mitteilungen der Vorsitzenden schnell abgearbeitet. Hier konnte Löhr berichten, dass sie zusammen mit Heike Hüper 2 Tage im Regionshaus an einem Symposium über barrierefreies Bauen teilgenommen hat und brachte viele Erkenntnisse daraus mit, u.a. das Recht auf Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen. Unter TOP5 -Mitteilung der Verwaltung- konnte Eike Erdmann nurmitteilen, dass die ehemaligen Stellvertreter im Beirat, Joachim Brandt und Matthias Böttcher, ihr Amt niedergelegt haben, weil sie die Satzung des BHB nicht akzeptieren konnten. Weiterhin wurde mitgeteilt, dass es aktuell 35 Bewerber für das Amt der/des Gleichstellungsbeauftragten gibt, davon 34 weibliche und eine männliche Bewerbung.
Unter TOP6 stellte sich Hoppenstedt vor und sagte, dass er mit Interesse die Gründung des BHB hier in der Wedemark verfolgt habe, erzählte etwas über Berlin und hörte sich dann die vielen Sachinformationen und Fragen der Beiratsmitglieder an. Es zeigte sich, und er bekräftigte das auch, dass er meilenweit weg sei von der intimen Kenntnis der Probleme, die er hier angetragen bekam. Er ging direkt auf die Fragen der Mitglieder ein, machte sich viele Notizen, die er versuchen will, in Berlin zu klären. Sodann berichtete er, dass in den Koalitionsverträgen auch ein "Bundes-Teilhabe-Gesetz" vorgesehen sei, was langsam mal auf den Weg gebracht werden müsse, was aber in Details mit dem Eingliederungshilfe-Gesetz kollidiere.
Unter TOP 7 stellte Klaus Makowka statistisches Material zur Situation von Menschen mit Behinderungen in der Wedemark vor, die vom statistischen Landesamt eingeholt waren. Wer weiß schon, dass es insgesamt 4300 Menschen mit Behinderungen in der Wedemark bei einer Bevölkerung von rund 30.000 Einwohnern gibt? Das sind 15%! Die Mitglieder bekamen eine dezidierte Aufstellung nach Art und schwere der Behinderung, eine hilfreiche Unterlage.
Weil die Zeit schon lange die angepeilte Sitzungszeit von 2 Stunden überschritten hatte, wurden einige TOPs auf eine spätere Sitzung verschoben und Monika Blinne berichtete nur noch über den Sachstand für den Tag der offenen Türe am 31.5. beim MTV Mellendorf, wo in einer Aktion von 12-15 Uhr der Versuch gezeigt werden soll, wie Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam Sportarten unterschiedlicher Art betreiben können. Sie hatte dazu auch ein Symposium "Teilhabe im Sport" besucht, worüber sie berichtete. Zu der Aktion beim MTV wird derzeit noch ein Faltblatt und ein Fragebogen kreiert, der dann beim MTV und anderen Vereinen ausgelegt wird, um die Meinung der Bevölkerung zu diesem Experiment zu erkunden.

Abschied Mona19.2.: Arbeitskreis Inklusion verabschiedet Mona Achterberg und begrüßt Daniel Diedrich: Bei der heutigen Sitzung des AK Menschen mit und ohne Behinderungen freute sich Renate Löhr, dass es Mona Achterberg gelungen war, zeitig von ihrem neuen Job bei der Region Hannover nach Bissendorf zu kommen.  Nachdem die langjährige Gleichstellungsbeauftragte Regina Niehoff durch Pensionierung das Amt der Gleichstellungsbeauftragten und "Bündnis"-Vorsitzenden an Mona Achterberg übergeben hatte, war Achterbergs erster "Einsatz" die Organisation des "Spektakels" mit und um "Rosis Knallerbsen" im Herbst 2013. Von da an unterstützte Achterberg den Arbeitskreis und gab Hilfestellung, wo sie konnte auch für die Gründung des Behindertenbeirates. Sie war bei jeder Aktion immer Ansprechpartner für die Inklusionsgruppe und regelte auch den Ausgleich auf der Kostenseite schnell und unbürokratisch. Nun ist sie nach Hannover Dietrichabgeworben worden, aber heute konnte ihr die Mannschaft (oder besser Frauschaft) um Renate Löhr mit einem Präsent noch einmal Danke sagen für die geleistet Arbeit. Danke Mona!!
Zeitgleich durfte die Gruppe dann Daniel Diedrich (erinnert so an Daniel Düsentrieb!) als neuen Betreuer für die Inklusionsgruppe willkommen heißen. Daniel Diedrich ist aber nicht nur für den AK zuständig in der Gemeinde, u.a. betreut er auch die Feuerwehren der Wedemark. Herzlich willkommen, Daniel! Folgende weitere Beschlüsse wurden gefasst: Die Gemeinde möge bitte die Verkehrsampeln mit einem zusätzlichen Akustiksignal versehen für Hörbehinderte und Blinde, aber auch für vorwitzige Kinder wichtig. Dann stellte sich Pia Blättermann von der GBA, Langenhagen, vor und man verabredete sich zu einem gemeinsamen Gespräch mit Frau Adlon, der Geschäftsführung der GBA, zwecks engerer Zusammenarbeit. Zur Sprache kam noch der Stand der Vorbereitungen für den "Tag der offenen Türe" beim MTV Mellendorf am 31.5., wo spezielle Sport-Angebote für Menschen mit Behinderungen vorgestellt werden sollen.

Sitzung 15-01Sitzung 15-0115.1.: Erste Sitzung des Arbeitskreises Inklusion in 2015: Renate Löhr konnte "ein volles Haus" im Sitzungszimmer konstatieren, denn es waren 23 Personen zu begrüßen, unter Ihnen als Gäste Saskia Adlon und Pia Blättermann von der GBA (Gesellschaft für Behinderten-Arbeit) und Vienna Windmann vom Team Sozialmedizin und Behindertenberatung der Region Hannover. Saskia Adlon stellte dem AK noch einmal die GBA vor, die bekanntlich Mitte letzten Jahres das 40-jährtige Jubiläum mit einem Festakt im Langenhagener Rathaus feierte. Die Arbeit der GBA ist äußerst umfangreich, im Detail hier eigentlich nicht wiederzugeben, denn auf verschiedenen Ebenen werden insgesamt 350 Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen betreut. In der Wedemark zählt der Kindergarten Domino in Mellendorf zum GBA-Konzept, was Susanne Kopp von Seiten der Lebenshilfe dann auch noch einmal etwas genauer beschreiben konnte. Vienna Windmann als Mitarbeiterin im Regionsteam für Sozialmedizin und Behindertenberatung stellte sich und die Möglichkeiten Ihres Teams vor. Eine große Freude konnte dann Günther Wolff den Anwesenden verkünden und zeigen: Aus dem Gewinnsparen der Volksbank Hannover waren dem AK Inklusion als einer der bei der letzten Ausschüttung bedachten Institutionen 750 € zugeflossen. Wie das? Beim letztjährigen "WEDEmarkt" hatte der AK ja bekanntlich einen Stand bei Kaesler aufgebaut mit Rollstuhl-Parcour und anderen "Übungsteilen" und da hatte Günter Wolff Frank Felgner von der gegenüber liegenden Volksbank angesprochen, welche Möglichkeiten zur Unterstützung des AK bestünden und das Ergebnis lag nun auf dem Tisch: 750 € , die helfen, Aktionen etwas leichter anpacken zu können. Gegen Schluss wurde noch einmal herzlich darum gebeten, das von Gabriele Bartels initiierte Filmprojekt mit einem Besuch des sehr bekannten Pilotfilms (aus Wettbewerbsgründen darf der Name erst vor der Aufführung bekannt werden) am 30.Januar um 19 Uhr im Bürgersaal  mit ziemlich vielen guten, vielleicht besten Freunden zu besuchen, um eine Fortsetzung dieser tollen Projekt-Idee zu sichern.

TanZenSchmidt4.12. um 19:30 im Bürgerhaus: Däumchen drehen - Keine Hände - Keine Langeweile -- Anläßlich des Weltbehindertentages hatte der Arbeitskreis Inklusion in Verbindung mit dem Bündnis für Familie den großartigen Kabarettisten Rainer Schmidt, ohne Arme geboren, Pfarrer, vormals 4-facher Tischtennis-Weltmeister bei den Paralympics in die Wedemark eingeladen. Schmidts Motto: „Lieber Arm ab als arm dran – Grenzen haben, erfüllt leben“. Und so konnten etwa 65 Besucher einen Rainer Schmidt erleben, der eine Rakete nach der anderen zündete. Vor seinem Auftritt gab es aber noch eine Sondervorstellung der Gruppe "TanZen" der Pestalozzistiftung Burgwedel mit Behinderten von jung bis alt und quer durch alle Behinderungen. Mit großem Applaus wurde die Gruppe von den Besuchern verabschiedet, jedoch blieben die Akteure noch als Besucher dabei, um auch selbst dann die knapp zweistündige Gala-Vorstellung von Rainer Schmidt zu erleben.  Nun aber zum Hauptakteur des Abends: Rainer Schmidt - Ihr Auftritt !!
Vielleicht gibt es Stimmen, die behaupten “lieber reiner Wein als Rainer Schmidt“ und diesen Kalauer bezieht er durchaus auch auf sich, wie Schmidt mir gestern bestätigte und zeigt damit bereits, dass er sich selbst den ganzen Abend eigentlich aufs Korn genommen hat. Er erzählt authentisch, sprachwitzig und natürlich ohne erhobenen Zeigefinger vom Glück und Pech des Außergewöhnlich-Seins. Aus seinem ganz alltäglichen Leben ergeben sich die skurilsten Situationen und damit die Anekdoten für den Abend, der eine Lachsalve nach der anderen auslöste. „Förderstufe für Blinde? Da könnt ihr hingehen, solange ihr wollt, das wird nichts mehr! Oder ich werde heilig! “ oder die Geschichte vom Bodensport mit der Beinschere, wo keiner mehr durchkam ohne Blessuren dank der Stahlschiene in der Prothese. Jede Szene ist echt und soll das Leben zeigen, was Menschen mit Behinderungen so erleben – natürlich läuft dabei nicht jeder ohne Arme und Hände rum. Besonders der Fragenblock „fragt mich, was ich nicht kann?“ ans Mitmach-Publikum brachte viele Lacher. "Handstand!!" Leichtes Kopfkratzen, dann die Antwort: „Stimmt, aber jetzt Hände hoch : Wer von Euch kann keinen Handstand?“ Und als dann etwa 60% der Hände hochgingen, kam der spontane Klopfer aus dem Munde von Schmidt: Ich stelle fest, die Wedemark ist zu 60% behindert!“ So ging es munter weiter, mal derb, mal feinsinniger. Ob von der Geburt, aus der Kindheit oder Schulzeit (mit dem Füßen schreiben lernen? Ich habs geworfen), ob vom Sport, von seinen Reisen im Zug oder vom Kirchentag, immer bringt er etwas mit für seine Zuhörer.
Der Abend war eine ungemeine Bereicherung für alle und hatte zudem die Lachmuskeln für eine ganze Woche strapaziert. Danke, Rainer Schmidt! Hier die Bilderserie

BBR 6-11BBR 6-11BBR 6-11BBR 6-116.11.: 5.Sitzung des Behindertenbeirats im Bürgerhaus: Zwei Tagesordnungspunkte waren besonders wichtig, die Vorstellung und der Gedankenaustausch mit Renate Conrad, der Behindertenbeauftragten der Region Hannover, und der Vortrag von Martin Malau von der Pestalozzistiftung zum Thema "Aktivitäten zur Inklusion am Arbeitsmarkt". Beide Referenten hatten so viel zu sagen, dass es kaum möglich ist, alle Ideen sowie Fragen und Gegenfragen hier zu behandeln. Renate Conrad (59), selbst schwerbehindert, beschreibt in ihrer Vorstellung ihr bisheriges Leben und was sie heute als "allein-Arbeiterin" im Regionsforum Menschen mit Behinderungen alles macht. Conrad zeigte sich kämpferisch, hatte viele Ideen in ihrer Pipeline, besonders das Thema "Barrierefreiheit im öffentlichen Straßenraum" und natürlich auf Regionsebene unser Wedemärker Dauerthema "Barrierefreie und zugleich bezahlbare Wohnungen", wozu die Region ein Projekt aufgelegt habe. Ihr Credo "Sensibilisieren und Aufklären"  und nachdem Gabriele Wolff beiläufig geäußert hatte, sie fühle sich als "Klofrau der Wedemark", weil alles bei ihr abgelegt würde, musste Conrad lauthals lachen und sagte mit deutlicher Stimme "da fühle ich mich ebenso als Klofrau der Region".  Conrad ist seit Dezember 2013 im Amt und hat stark mit Karl Finke, dem Schwerbehinderten-Beauftragten des Landes Niedersachsen kommuniziert, der nun mit 67 im Dezember in den Ruhestand geht. Ein(e) Nachfolger(in) ist noch nicht benannt. Conrad ist eine außerordentlich charmante Kämpferin  für Menschen mit Behinderungen, leider fehlen auch hier die Lobbyisten.
Unter TOP7 stellte Martin Malau von der Pestalozzistiftung das Thema "Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen" vor mit dem Untertitel "was behindert und was ermöglicht die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsmarkt?" Auch aus den Reihen der Anwesenden kamen dann die Hinweise, dass Arbeitgeber bei gleichen oder sogar höheren Quaklifikationen eine Einstellung abwürgen, weil sie befürchten, dass diese Arbeitskräfte häufiger oder sogar ständig von Ausfall bedroht sind und damit ein kontinuirerliches Arbeiten nicht möglich ist. In unserer Gemeinde sind 127 Menschen mit schweren Behinderungen in Betrieben gemeldet. Ein sehr ernstes Problem ist die Akzeptanz der Arbeitskollegen, die in manchen Betrieben vorbildlich ist, in anderen Betrieben weniger, da die Vorbereitung durch den Arbeitgeber, dass ein schwerbehinderter Mitarbeiter demnächst tätig wird, äußerst unbefriedigend ist und es daher dann zu "Reibungsverlusten" innerhalb der Belegschaft führt. Das Thema ist sehr komplex und daher nicht annähernd hier wieder zu geben. Für seine umfangreiche Aufbereitung bekam Malau einen starken Applaus. Fazit und Beschluss des Behindertenbeirats: Mit dem Wirtschaftsförderer Carsten Niemann soll ein Treffen vereinbart werden, welches zum Ziele haben soll, die Unternehmen der Wedemark an einen runden Tisch zu bringen, um sie zu motiviweren, Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt zu bringen. Conrad und Malau wurden mit Blumenstäußen zum Dank verabschiedet.

NDR21.10.: Wichtiger Öffentlichkeitstag des Behindertenbeirates: Der NDR1-Niedersachsen war mit seiner Sendung "Jetzt reicht´s" heute im Bürgerhaus, um das heiße Thema "barrierefreie Arztpraxen mit Kassenzulassung" mit Geladenen und Gästen aus dem Publikum zu diskutieren. Hans-Jürgen Otte, der diese Sendung seit Jahren moderiert, war ganz angetan von unserem Bürgerhaus, wie er mir sagte. Geladene Podiumsteilnehmer waren Dr. Elbert, Augenarzt aus Mellendorf - Dr.Bernhard Specker, der Gerschäftsführer der KVN und Gabriele Wolff vom Behindertenbeirat. Leider war die ebenfalls geladene Augenärztin Mara Borovsky, um die es letzlich ging mit dem Thema "Kassenzulassungen", verhindert gewesen. Besonders enttäuschend war die Tatsache, dass sich kein Vertreter der Krankenkassen getraut hatte, an dieser Diskussion teilzunehmen.So begrüßte pünktlich Renate Löhr alle Anwesenden und das NDR-Team, welches bereits seit 2 Stunden am Aufbau gewerkelt hatte. Dann übernahm Moderator Otte die Führung, nachdem zuerst die Leitmusik von "jetzt reicht´s" eingespielt worden war, übrigens auch immer zwischendurch mal. Die Fragestellungen wechselten zwischen Moderator, Wolff und Publikumsfragen hin und her und die beiden Podiumsgäste Dr. Elbert und vor allem Dr. Specker mussten antworten. Fazit vorweg: Der Mann, um den es ging, Dr.Specker als Vertreter der KVN, wand sich aus allen Fragen heraus und blieb immer wieder bei dem Hinweis, dass die Region mit 116% überversorgt sei und den Patienten durchaus Wege bis zu 20 km zugemutet werden könnten. Auf die von einigen Gästen angesprochene UN-Konvention für Behinderte bezüglich der Zumutbarkeit solcher Wege blieb er hart. Den Hinweis auf die Möglichkeit einer Sonderzulassung, auf die auch die neue Burgwedeler Augenärztin, die im Publikum saß, hofft, ließ er nichtssagend an sich abtropfen. Auch Bürgermeister Zychlinski wurde interviewt und befragt zu dem relevanten Thema. Natürlich konnte er nur darauf verweisen, dass es zwar wünschenswert sei, wenn Wedemärker Bürger hier behandelt werden könnten, aber in die Selbstverwaltung der Kassen könne eine Gemeinde nicht eingreifen. Und für die Praxisausgestaltung müsse auch jeder Arzt selbst aufkommen. Um 19 Uhr ertönte sozusagen der "Schlussgong", obwohl noch viele Fragesteller nicht zu Wort gekommen waren. Insgesamt etwa 50 Besucher konnten gezählt werden, wobei das Thema "barrierefreie Arztpraxen (mit Kassenzulassung)" bei steigendem Alter für jeden relevant ist, für den einen früher, für den anderen später. Mehr Besucher wären wünschenswert gewesen. Hier eine kleine Bilderserie

Sitzung10.0910.9.: Sitzung des Behindertenbeirates (BHB) mit allen Haupt- und stellvertretenden Mitgliedern und Beistzern im Bürgerhaus: Nach Fragestunde für Bürger und den festgeschriebenen TOP 1-3 kam Vorsitzenden Renate Löhr zu ihren Mitteilungen: Leider ist auch diesem Gremium in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat nicht gelungen, ein positives Gesprächsergebnis mit der Kassenärztlichen Vereinigung in Bezug auf die Zulassung einer mustergültigen Augenarztpraxis für Menschen mit Behinderungen zu generieren. Es wird rundherum alles abgelehnt. Daher wird nun auf Vorschlag von Klaus Makowka erwogen, die Öffentlichkeit über den Rundfunk "Radio Niedersachsen" bei NDR einzuschalten. Bei der nächsten BHB-Sitzung am 6.11. ist als Gast Renate Konrad als Regions-Behinderten-Beauftragte eingeladen worden. Gabriele Wolff berichtete über ein Gespräch zusammen mit Löhr im Bauamt über Nutzungsmöglichkeiten von Räumen, u.a. auch für den BHB, im irgendwann einmal sanierten Amtshaus. Durch die enormen Kosten der Sanierung müssen Räume im OG als Wohnräume vermietet werden und damit dürften im Erdgeschoss neben dem "gesetzten" Standesamt fast keine weiteren Gemeinschaftsräume mehr zur Verfügung stehen. Das ist der Gemeinde auch klar, zumal im Haus "Am Sande" auch der Zug abgefahren ist aufgrund nachbarlicher Einsprüche, und daher sucht man in der Verwaltung nach einem "Multifunktionshaus" für alle Gruppen. Bei den Mitteilungen der Verwaltung wurde auf den Einbau eine "Euro-Schlosses" für das Behinderten-WC hingewiesen, welches bisher von jedermann benutzt wurde und nun dadurch nur für die Leute nutzbar ist, die im Besitz eines Euro-Schlüssels sind. Den können Berechtigte bei der Firma CBF in Darmstadt unter Beifügung ihres Behindertenausweises mit den notwendigenSpezifikationen anfordern und sind damit Europaweit in der Lage, Behinderten-Toiletten aufzuschließen. Mona Achterberg hatte dann noch eine Fragenbox vorgestellt, die in Kartenform Fragen bei Gesprächsrunden zum Thema Inklusion beinhalten. Man ist aber auch in der Lage, selbstverfasste Fragen dazulegen zu können. Die Fragenbox wird an jedermann ausgeliehen. Außerdem konnte sie den Wunsch vom Kinderpflegeheim Mellendorf vortragen, mehr in den kulturellen Bereich einbezogen werden zu wollen.
Dann ging die Tagesordnung weiter mit der Verabschiedung von Benny Drescher aus dem Gremium und der Verpflichtung von Joachim Brandt. Der Antrag auf Bildung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit dem Seniorenbeirat für künftige allgemeine Baumaßnahmen in der Gemeinde Wedemark mit dem Ziel, bezahlbare barrierefreie Wohnungen für Ältere in der Größe von um die 70-80m² zu bekommen wurde einstimmig angenommen. Monika Blinne berichtete von den Besprechungen mit dem MTV Mellendorf über die Entwicklung eines behindertengerechten Sportangebotes. Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen soll bei der nächsten Sitzung Herr Mahlau von der Pestalozzistiftung aufzeigen. Ein wichtiges Punkt war dann die Diskussion mit Antrag über künftige Haushaltmittel für den BHB. Der Auftrag, eine Studie über die Lebensqualitäten von Menschen mit Behinderungen in der Wedemark zu erstellen, wurde verworfen, weil zu früh in diesem Stadium, wo der BHB erst seit diesem Frühjahr überhaupt tätig ist. Zuletzt wurde über die Teilnahme am "Selbsthilfetag" am 22.11. im Bürgerhaus und die Teilnahme am "Welt-Behindertentag" am 4.12. abgestimmt (der eigentliche Tag ist der 3.12., aber der engagierte Künstler kann nur am 4.12. im Bürgerhaus auftreten). Renate Löhr konnte dann exakt nach 2 Stunden das Auditorium auflösen und nach Hause schicken.

TherapiegartenTherapiegartenTherapiegartenTherapiegartenTherapiegartenTherapiegarten7.9.: Therapiegarten eröffnet im Rahmen der „Offenen Gärten“: Corinna Cieslik-Bischoff hat heute den Therapiegarten eröffnet, den sie dem Arbeitskreis Menschen mit und ohne Behinderungen am 21.August vorgestellt hatte (siehe http://seniorenbeirat.wedemark.de/Inklusion.html)  Der Andrang der Besucher war erstaunlich groß (über 200 Besucher) und selbst aus Garbsen vom Seniorenpflegeheim Sozialkonzept Cäcilienhof  kamen Besucher, um sich diesen Therapiegarten des „Vereins Grüne Stunde e.V.“ anzusehen. Eine außerordentlich große Zahl von Mitarbeitern stand neben der Initiatorin für Fragen zur Verfügung oder bediente mit einem üppigen Kuchenbuffet die Gästeschar.
Therapiegarten – was soll das heißen?
Hier besucht man am besten den Internetauftritt  www.verein.gruene-stunde.com  um sich effektiv schlau zu machen. 
Es sollen unter fachlicher Betreuung Menschen, die früher möglicherweise gerne im eigenen Garten gewerkelt haben und heute Demenzkrank sind, wieder an „händische Dinge“ herangeführt werden, die sie von früher kennen und die ihnen Spaß machen sollten und damit die Erkrankung temporär vergessen lassen. Sie sind wieder „wer“ und machen sich nützlich um ihrer selbst willen. Für Rollstuhlfahrer sind auch Hochbeete vorhanden, so dass auch sie in den Genuß kommen, aktiv teilhaben zu können.
In unterschiedlichen Beeten sind  Zier- oder Nutzpflanzen zu finden und ein Folientunnel, heute als Cafeteria genutzt, steht dann auch zur Intensiv-Nutzung zur Verfügung. Es gibt an die 100m wassergebundene Wegefläche, die gut von Rollstuhlfahrern und Rollifahrern befahren werden können in einer Breite, dass diese gut aneinander vorbeikommen können ohne Kollision. Außerdem stehen alle paar Meter auch Sitzgelegenheiten zur Verfügung.
Dem Landwirt Christian Gudehus ist nicht genug zu danken, dass er hier mitten in Mellendorf eine Fläche hinter seinem Hof zur Verfügung gestellt hat, um diese Idee von Cieslik-Bischoff zu unterstützen und realisieren. Aber natürlich ist es nicht mit dem Grundstück allein getan, inzwischen sind viele Firmen und auch Privatleute unter den Sponsoren zu finden.

InklusionInklusionInklusion29.8.: Inklusionsfrühstück im MTV-Sportheim mit zwei für das Thema Inklusion wichtigen Gästen: Ulf-Birger Franz, Dezernent der Region für Wirtschaft, Verkehr und Bildung  und Ulf Mattern, Geschäftsführer des Großraumverkehr Hannover GVH. Renate Löhr freute sich wieder über "ein volles Haus" an Teilnehmern, unter Ihnen auch die stellvertretende Bürgermeisterin Rebecca Schamber. Dann übergab Renate den Staffelstab an Gabriele Bartels, denn Familie Bartels hatte durch ihr langjähriges Engagement für die Kriegsblinden die beiden Herren zum Inklusionsfrühstück als Referenten gewinnen können und die 25 Frühstücksteilnehmer hörten sehr interessiert zu, was die beiden von sich gaben. Stichwort für die Einladung war das Wort "Behindertengerecht" bei den S-Bahnen und dazu konnte Franz dann in einem längeren Statement ausführlich Stellung nehmen. Er berichtete über den Ausbau der S-Bahnen und die Problematik, die sich beim Verlassen der Bahnen aus dem Regionsbereich ergeben, z.B. in Richtung Hildesheim, Paderborn. Er verschwieg auch nicht die Probleme, die es auf der "Hardware-Seite" der Bahnen gibt beim Ankauf gebrauchter S-Bahn-Züge oder die es auch bei mitbeteiligten Bahngesellschaften im Netz gibt, z.B. beim Erixx oder Metronom. Diese sind nicht unbedingt kompatibel mit dem Standard der S-Bahnen Hannover, vor allem was den Trittspalt beim Einstieg betrifft. Die Waggons z.B. auf den Strecken außerhalb der Region sind nicht alle barrierefrei und man kombiniert daher immer zwei Wagen "barrierefrei-nicht barrierefrei", wobei leider nicht vorher bekannt ist (Waggonplan), wo welcher Waggon hält. Matern ergänzte die Aussagen von Franz mit dem Hinweis, dass der Ausbau aller Stationen im GVH-Bereich zu barrierefreien Stationen sicher noch Jahre andauere. Aber es gibt einen Fahrgast-Beirat beim GVH, dem alle Fahrgast-Gruppen angehören, die natürlich oft sehr unterschiedliche Interessen verfolgen. Durch einen aktuellen Vorgang wurde z.B. dargestellt, wie man versuchen muss, künftig eine "Vorfahrts"-Regelung zu finden, wenn die Multifunktionsabteile überfüllt sind. Rollstuhlfahrer - Mütter mit Kinderwagen - Radler ?? Wer hat die höhere Berechtigungsquote? Und beim Zukauf von Gebrauchtwaggons sind nicht alle unbedingt mit diesen Multi-Abteilen versehen. Auch das Thema Zugbegleiter für Behinderte wurde offen und sehr ausführlich diskutiert, wobei Gabriele Bartels berichtete, dass Jugendliche oft spontan Hilfe anböten. Viele Waggons haben ausfahrbare Rampen, jedoch kann der Zugführer nicht von seinem Führerstand aus sehen, ob und wer evtl. diese Hilfe benötigt, daher, so Franz, sei es notwendig, sich in Höhe des Zugkopfes zu positionieren, um dort dem Zugführer den Hinweis zu geben "ich brauche Einstiegshilfe". Renate Löhr, die bekanntlich mit den Augen hören muss, bemängelte, dass bei plötzlichen Waggonumstellungen kein optischer Hinweis darauf erfolgt, was ein Problem für Hörgeschädigte oder gar Hörlose bei Durchsagen bedeutet, da sie es nicht hören können. Matern, der ja den GVH und damit letztlich auch die ÜSTRA vertrat, will künftig die Fahrgastbegleiter besonders auch bei der Umsteigshilfe schulen und einsetzen. Ein letztes Problem ist offensichtlich, dass Gehbehinderte zwangsläufig in den großen Unterflur-Stationen unseres Netzes auf den Aufzug angewiesen sind. Wie jedoch kommen die weiter, wenn der Aufzug ausgefallen ist oder wenn eine Ebene erreicht wurde, aber die weitere Ebene durch Defekt verwehrt wird ? Natürlich können bei solch einem Frühstückstreffen nicht kompakte Lösungen für alle Fälle generiert werden, aber das Miteinander der für das Verkehrsnetz zuständigen Personen und auf der anderen Seite der Menschen mit Behinderungen, die auf den ÖPNV angewiesen sind, war schon außerordentlich wichtig und so konnten sich der "Verkehrsdezernent" Franz und der GVH-Geschäftsführer mit vielen Notizen im Gepäck verabschieden.

21.8.: Sitzung des Arbeitskreises (AK) Menschen mit und ohne Behinderungen im Bürgerhaus
Renate Löhr konnte die schier unglaubliche Zahl von 25 Teilnehmern begrüßen, soviel waren noch nie zum AK-Termin erschienen, wie Heiner Peterburs nochmal am Schluss konstatierte.
Der besondere Gast war heute Corinna Cieslik-Bischoff, die den Therapiegarten des Vereins "Grüne Stunde e.V." vorstellte. .......weiterlesen

Bernward-Türen21.6.: Inklusionsfahrt nach Hildesheim zum Roemer-Pelizaeus-Museum: Dank einer Spende des Rotary-Clubs Langenhagen-Wedemark, analog zum vergangenen Jahr für eine Fahrt in den Kurpark von Bad Pyrmont, brauchten die Teilnehmer, die sich zu dieser Fahrt angemeldet hatten, nur eine kleine Pauschale für Fahrt, Eintritt und Kuchengedeck zu zahlen. So fanden sich gegen Mittag 30 Menschen mit und ohne Behinderungen am Bürgerhaus zu dieser Fahrt ein. Ab 11:30 konnte bei dem Spezialbus von Artal mit seinem Hublift für Rollstuhlfahrer eingecheckt werden und das geht ja nicht so schnell wie bei einer normalen Reisegruppe, denn die Rollstuhlfahrer müssen -auf ihren Stühlen sitzend- wie auf einem Autotransporter verzurrt werden. Aber pünktlich 12 Uhr ging es los und Renate Löhr konnte im Bus die Teilnehmer begrüßen und etwas über den Ablauf des Nachmittages und den Besuch im Museum sagen. Wer etwas über das Museum wissen will, wird hier fündig. Um 13:30 wurde die Gruppe dann von dem Führungsteam des Museums in Empfang genommen, einiges erklärt und dann ging es "durch den Tunnel" in den großen Raum der Ausstellung "Mit allen Sinnen". An der Eingangstür wies eine Tafel mit unterschiedlichen, zu ertastenden Oberflächen auf die verschiedenen Gebiete der Ausstellung hin, die außerdem alle Erklärungen zusätzlich in Blindenschrift sowie mit kleinen Displays und zugehörigem Kopfhörer auch in Gebärdensprache verständlich macht. In dieser Ausstellung kann, darf und soll man alles anpacken (daher der Name Museum der Sinne). Zusätzlich konnte man eine Sonder-Ausstellung zum Thema "Sterben die Bienen-sterben wir Menschen" und auch über chinesisches Porzellan sehen. Eine besondere Attraktion war die Riesen-Türe aus Bronze-Guß aus dem 11.Jahrhundert mit Darstellungen in jeweils 6 Feldern aus dem alten und neuen Testament, die heute zum letzten Male hier gezeigt wurde, denn nach der 4-jährigen Restaurationszeit des Domes werden nun alle Kunstwerke, die ausgelagert waren, wieder in den Dom gebracht und somit auch diese zweiflügelige Türe abgebaut und im Dom wieder eingebaut. Nachdem unser Guide über 45 min seine Pflicht getan hatte, uns schlau zu machen, wartete im "NIL", dem Museums-Cafe, ein Kaffeegedeck auf jeden. Danach pilgerten alle Teilnehmer zur Michaeliskirche, Weltkulturerbe (1022, kriegszerstört 1945, wieder aufgebaut von 1946-1960), um sich einerseits von der Schlichtheit, zugleich von der Attraktion der Balkendecke mit der kunstvollen Bemalung beeindrucken zu lassen. Natürlich durfte nicht der Blick auf den Sarkophag mit Bernward ausgelassen werden. Wer wollte, konnte noch einen kurzen Abstecher auf den attraktiven Marktplatz machen, um vor allem das in den 70er Jahren nach Brand wieder aufgebaute Bäckeramtshaus zu besichtigen. Unterdes hatte Mike Artal mit seinem Bus vor der Michaeliskirche gewartet und so konnte die Reisegesellschaft nach einem Gruppenfoto und in der Gewißheit, einen tollen und informativen Nachmittag erlebt zu haben, wieder die Heimfahrt antreten. Gitta Jansen bedankte sich für die umfangreidche und gut vorbereitete Organisation bei Renate Löhr mit einem kleinen Präsent und Mike Artal bekam noch eine kleine Kollekte für die gute Fahrt und Betreuung im Bus. Renate Löhr fand zum Abschluß noch einmal die richtigen Worte an die Spender von Rotary (Präsident Dr. Werner Krausnick und seine Frau waren allerdings mit dem Wagen vorausgefahren), die es ermöglichen konnten, Menschen mit Behinderung auf diese Weise etwas zu erleben zu lassen, was sie sonst aus Kostengründen niemals selbst unternehmen würden und könnten. Hier die Bilderschau

Inklusion19.6.: Der Arbeitskreis "Menschen mit und ohne Behinderungen" hatte Besuch aus Helstorf: Manfred Lindenmann, Ortsrat-Mitglied in Helstor und Ratsmitglied in Neustadt, sowie Ingo Claus, im Kirchenvorstand, hatten sich auf den Weg gemacht, um beim AK als Gäste mal mit zu erleben, was die Wedemärker so "treiben" bzw. bewegt. So wurden die Besucher gebeten, vor der eigentlichen  AK-Sitzung mal zu erzählen, warum sie heute in Bissendorf zu Gast seien. Lindenmann und Claus konnten dann recht eindrucksvoll darlegen, wie schwer die Situation im Neustädter Gebiet sei. Viele der kleinen Ortsteile haben nur bis zu 50 Einwohner und da gäbe es schon nahezu keine "Normalos" auf der Straße zu sehen, geschweige denn Behinderte, sofern es welche gäbe. Behinderte Menschen würden sich in ihren Wohnungen verkriechen und dann langsam "vergessen". Daher könne man auch niemanden ansprechen. Etwas anders, aber nur etwas, wäre die Situation in der Neustädter Kernstadt. Wenn z.B. ein Behinderter (Rollstuhlfahrer in diesem Falle) ohne Fahrzeug und/oder ohne Möglichkeit, Freunde zu bitten, auf ÖPNV zum Besuch einer Veranstaltung angewiesen ist, muss diese Fahrt 2 Tage vorher angemeldet werden. Menschenverachtend!!!! Die beiden Besucher zeigten sich begeistert über das, was "unsere" (der Berichterstatter zählt sich durchaus dazu!!) Gruppe in ganz kleinen Schritten im Laufe von 3 Jahren etwa erreicht hat. Renate Löhr und auch Gabriele Wolff betonten aber unisono, dass nichts geht, wenn die Politik und die Parteien und Ratsmitglieder nicht mit im Boot sitzen. Leider stehen auch immer wieder negative Berichte zur Diskussion, hier erneut die Bebauung des ehemaligen Bauamtsgeländes durch die KSG (Kreissiedlungsgesellschaft), deren Geschäftsführer zwar immer wieder beim letzten Treffen mit Senioren- und Behindertenbeirat betonte, alles wäre noch umplanbar, aber "gefühlt" hatten die Gesprächsteilnehmer eher den Eindruck, dass bereits alles fest verplant war. Gemeinsam soll noch einmal die nächste Ausschussitzung "Planen und Bauen" dazu genutzt werden, auf die Politik dahingehend einzuwirken, die Wohnungsgrößen besser auf ältere Menschen mit Quadratmetergrößen um 60-70m² und Menschen mit Behinderungen, also in jedem Falle barrierefrei, umzuplanen. Das ist in jedem Falle eine Aufgabe der Politiker und dann der Verwaltung, bei der Vergabe von kommunalem Grundstücken hier durch feste Vorgaben diese Bürgerschicht im Blick zu haben. Auch diese Bürger zahlen Steuern und wollen nicht von der Politik in die "Vergessen"-Ecke geschoben werden, nur weil der Profit auch bei der KSG im Vordergrund steht. Vielleicht haben die KSG-Geschäftsführer vergessen, was vormals der Wortanteil "siedlung" eigentlich mal als Verpflichtung bedeutet hatte.
Zum Schluss der AK-Sitzung wurde noch beraten, wie und was auf dem "Wedemarkt" in Mellendorf auf dem Parkplatz bei Käsler am 6.7.  von 11-17 Uhr gezeigt werden soll, um "normale" Menschen mal zu bewegen, selbst einen Rollstuhl zu fahren, einen Rollstuhlfahrer zu schieben ohne von der Rampe zu stürzen, wie ein Blinder Gegenstände ertasten und vieles, vieles mehr. Zuletzt noch einmal der Hinweis auf die Fahrt im Spezialbus von Artal zur Sonderaustellung im Hildesheimer Römer-Pelizäus-Museum.

BHBRBHBR5.6.: 3.Sitzung des Behindertenbeirates im Bürgerhaus: Renate Löhr als Vorsitzende eröffnete die Sitzung ganz unprogrammgemäß mit dem Hinweis, dass die Tagesordnung geändert werden müsse, da einer der eingeladenen Referenten zu TOP 6 -Planung einer Studie- schnellstmöglich wieder wegen Babybetreuung nach Hause müsse. Zuerst stellte daher Rolf Reupke vom Seniorenbeirat die 2008 gemachte Studie "Lebensbedingungen der Senioren in der Wedemark" vor und wie diese Studie mit den vorher entwickelten Zielen aufgebaut war und dann umgesetzt wurde. In der Folge referierte dann Ingemar Becker (Gemeinderat Grüne) über die Art der Abwicklung, da er seinerzeit maßgeblich an der Ausarbeitung und Auswertung der Studie beteiligt war.Zuletzt beleuchtete Klaus Makowka (stv.Beh-Beiratsmitglied) aus Sicht seiner ehemaligen Tätigkeit im öff. Finanzdienstleistungsbereich mit vielen ähnlichen Studien das Herangehen und auch die anfallenden Kosten.
Nach diesen drei Rednern zu TOP 6 konnte Löhr die Referenten mit Dank und Blumenstrauß "entlassen" und es konnte mit der förmlichen Tagesordnung weitergehen. Unter die Mitteilungen der Vorsitzenden fiel der Hinweis, dass im Oktober in Bad Bevensen eine Klausurtagung stattfinden solle, damit sich die festen und stellvertretenden Mitglieder des BHBR zusammen mit den bisherigen Arbeitskreis-Mitgliedern einmal besser kennenlernen sollen. Monika Blinne hatte für den Beirat mal das neue Sportzentrum besucht und von Günter Stechmann (MTV-Vors.) eine Führung erhalten. Sie konnte berichten, dass die neue Sportanlage und seine Einrichtungen alle aufs Beste auch für Menschen mit Behinderungen ausgelegt sind. Stechmann ist bereit, bei ausreichendem Interesse auch weitere Behindertengruppen einzurichten, sofern bisherige diesen Bedarf noch nicht abdecken.
Bei der Aussprache über den Punkt 6 mit den Vorträgen der oben erwähnten Referenten stellte man allgemein fest, dass man da wohl etwas blauäugig herangegangen war und will dieses Thema vorerst zurückstellen. Wörtlich sagte Löhr nach Verinnerlichung des Vorgetragenen "wem nützt es"  und "wollen wir das am Ende überhaupt?" Und sie stellte die Frage: Welche Visionen haben wir, um alle Menschen mit Behinderungen erreichen zu wollen??
Ein auf Priorität 1 gestellter Punkt auch des Seniorenbeirates betraf ebenfalls den BHBR: Es liegt eine ellenlange Liste von Bewerbungen vor für bezahlbare Wohnungen in der Größenordnung um 70m². Hier marschieren Seniorenbeirat und BHBR gemeinsam und wollen mit der Kreissiedlungsgesellschaft, die das Gelände Stargarder Straße von der Gemeinde gekauft hat, über Änderungen der Wohnungszuschnitte im Sinne der beiden Beiräte verhandeln. Insgesamt soll eine Arbeitsgemeinschaft "Wohnungen" gebildet werden aus Vertretern des BHBR, des Seniorenbeirates und einer Verwaltungsperson.
Ebenfalls wurde ein gemeinsamer Brief an die Kassenärztliche Zulassungsstelle vorgestellt mit dem Ziel, die augenärztliche Versorgung für gesetzlich Versicherte besser zu stellen. Die Augenarztpraxis in Mellendorf ist für Handycaps nicht zu erreichen (1.Etage, kein Fahrstuhl), zumal sie auch keine Behinderten-Toilette hat. Dagegen ist die bisher ausschließlich Privatversicherten vorbehaltene Augenarzt-Praxis in Bissendorf in jeder Hinsicht vorbildlich und daher wird von beiden Beiräten gefordert, die Kassenzulassung zu erteilen.
Bei der nächsten Sitzung soll Martin Mahlau von der Pestalozzi-Stiftung eingeladen werden und etwas zum Thema "Situation behinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt" sagen.
Bevor Löhr die Sitzung nach knapp 2,5 Stunden schließen konnte, wies sie noch einmal darauf hin, dass die Berlin-Fahrt zum Bundestag am 26.9. noch immer vakant ist und man dringend auf Anmeldungen wartet, da ansonsten der Zuschlag an eine andere Gruppe gehen könnte, die sich ebenfalls für eine Berlin-Fahrt bei Caren Marks gemeldet hatte.

Inklusionsfrühstück MohmühleInklusionsfrühstück MohmühleInklusionsfrühstück MohmühleInklusionsfrühstück Mohmühle25.4.: Inklusionsfrühstück in der Mohmühle in Gailhof: Auf Einladung von Familie Niermann konnte das allmonatlich am letzten Freitag angesetzte Inklusionsfrühstück heute in der Mohmühle stattfinden, also Bewohner der Mohmühle und „Inklusions-Frühstücker“ zusammen in geselliger Runde. Die Einladung war vom Senior Günther Niermann anläßlich des Besuchs von Sozialministerin Cornelia Rundt bei der Frühstücksgruppe vor 2 Monaten ausgesprochen worden. Aufgrund Erkrankung konnten nun nur der Juniorchef Kai Niermann und Maria Thöne als Heimleiterin die große Runde begrüßen, zu der außer den ständigen Teilnehmern sich heute Konstanze Beckedorf und Heiner Peterburs gesellt hatten. Renate Löhr stellte ihrerseits die Gruppe vor und dann stellte Kai Niermann den Heimbeirat vor. Nach dem üppigen Frühstück, welches sich naturgemäß etwas hinzog, führte Maria Thöne die Gruppen durch die verschiedenen Therapiewerkstätten und das weiträumige Außengelände. In den Therapiewerkstätten werden die unterschiedlichsten Gegenstände gebastelt und an die Beschicker von z.B.Weihnachtsmärkten verkauft. Aufwändig ist dabei die Herstellung von Tiffany-Glasprodukten (z.B. Fenster-Hänger), da kommt es auf große Feinfühligkeit beim Brechen der Scherben an, um mit wenig Verlust zu arbeiten. Für uns Besucher eine sehr informative Frühstücksrunde.

AK24.4.: AK tagte im Campus W in Mellendorf : Es muss noch einmal ausdrücklich herausgestellt werden, dass der Arbeitskreis nicht identisch ist mit dem Behinderten-Beirat. Allerdings sind über 3 Jahre intensiver Arbeit dieses Arbeitskreises die Grundlage für die Installation eines Behinderten-Beirates gewesen. Der AK ist eine Institution, in der viel Vorarbeit für das Gremium "Behinderten-Beirat" geleistet wird, weil nahezu alle Mitglieder des BHB auch ständig beim AK und auch beim Frühstückstreff dabei sind. Am heutigen Tage wurde u.a. besprochen, wie sich der AK und der Behinderten-Beirat am "Europäischen Protesttag" am Dienstag, 6.Mai, in Mellendorf aufstellen will. Es wird eine lose Standgruppe aus verschiedenen Gruppen zwischen Schuh-Kohne und Volksbank geben, die sich unterschiedlich präsentieren und erklären wollen, was es mit diesem "Protesttag" auf sich hat. Ein "Cafe-mobil" wird da sein, es wird einen Buchflohmarkt geben, wo man für "fast geschenkt" jede Menge Kochbücher ergattern kann. Standbetreiber werden versuchen, ihr Anliegen den Menschen im Dorf nahe zu bringen, speziell "Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am täglichen Leben in Gemeinschaft mit Nicht-Behinderten". Dazu hat die Gruppe einen Flyer (Handzettel) entworfen, der verteilt wird und der kurz und bündig zeigen soll, was Arbeitskreis und Behindertenbeirat den "Normalos" vermitteln wollen. Es wurde weiterhin ein Brief an die Verwaltung verfasst, wo gefordert wird,  ähnlich Wohnpark Burgwedel oder Pflegezentrum-Heinemann-Hof in Bemerode Bauvorhaben zu fördern, die wieder das Wort Sozial im Namen führen. Neben ausgewiesenen Bauvorhaben, die zwar nach außen hin mit der Behauptung "Barrierefrei" oder "Barrierearm" werben, aber letztlich doch konventionell sich am Markt orientieren wollen, gibt es keine echten Angebote etwa um 65-80m² zu sozialverträglichen Mietpreisen. Dieses Genre ist total in unserer Wedemark vergessen worden und daher ist es dringend geboten, die Verwaltung hier auf das richtige Gleis zu setzen.
Weiterhin wurde die Fahrt zum Roemer-Pelizäus-Museum am 21.Juni nach Hildesheim besprochen sowie eine Einladung zum Bundestag nach Berlin am 26.September

AK-BehinderteAK-Behinderte20.3.: Arbeitskreis Menschen mit Behinderungen tagte im Bürgerhaus: Heute waren erstmalig die Reihen im Sitzungszimmer etwas mehr geschlosen, denn alle Behindertenbeiratsmitglieder und einige Stellvertreter waren neben den "alten AK-Besuchern" diesmal dabei. Renate Löhr  musste aufgrund ausgefallener Batterie ihres "Wandermikrofons" (ohne das sie die anderen nicht hören kann) die Gesprächsleitung an Gabriele Wolff abgeben. Es begann dann mit der Generalfrage "Was soll in Zukunft der AK machen, soll er erhalten bleiben?" Hierzu äußerten sich einige Mitglieder mit dem Resumee, der AK soll sozusagen als Keimzelle der Arbeit im Behindertenbeirat erhalten bleiben. Löhr berichtete dann von einem Presseartikel über das "Rittelmeyer-Haus" im Zooviertel, welches von der freien Christengemeinde barrierefrei umgebaut worden war und sehr moderate Mietpreise für Menschen mit Behinderungen bietet. Der AK will bei Gelegenheit dort einmal einen Besuch vereinbaren, um Ideen für die Wedemark zu bekommen. Die Lebenshilfe Wedemark will sich am 7.Mai von 11-17 Uhr am "Europäischen Protesttag" beteiligen, und zwar in Mellendorf mitten im Dorf, möchte dazu weitere Gruppierungen, u.a. die Pestalozzi-Werkstatt in Mellendorf mit einbinden, um eine breite Aufmerksamkeit zu erreichen. Mehr darüber zur gg. Zeit. Bei der Gelegenheit stellte Löhr fest, dass sowohl der Behindertenbeirat als auch der AK überhaupt kein Druckstück (Neudeutsch Flyer) hat, welches erklären könnte, was man macht, außerdem möchte man im eigenen Kreis versuchen, ein aussagefähiges Logo zu kreieren. Mona Achterberg als Bündnis-für-Familie-Beauftragte will sich um die Druckstücke kümmern. Außerdem ist angedacht, im Sommer eine 2-Tages-Klausurtagung in Bad Bevensen zu machen, um sowohl die Zusammenarbeit zwischen AK und Behindertenbeirat (BHB) zu forcieren, aber auch, um wirklich in Ruhe die Themen der näheren und weiteren Zukunft zu fixieren. In Fortsetzung der Halbtagesfahrt 2013 nach Bad Pyrmont soll am 21.Juni 2014 eine Halbtagesfahrt zum Roemer-Pelizaeus-Museum nach Hildesheim gemacht werden. Hierfür wird wieder der Spezialbus von Artal-Reisen angeheuert, der bis zu 4 Rollstuhlfahrer neben 24 Standardsitzen aufnehmen kann. Mitfahren können Menschen mit und ohne Behinderungen. Diese Fahrt wie auch die Klausurtagung sind kostenseitig weitgehend durch Sponsorengelder gedeckt, es wird für jeden Teilnehmer nur ein kleiner eigener Kostenbeitrag übrig bleiben. Weiteres wird zeitnah in der Presse und in der <bissendorf-online> bekannt gegeben.

BehindertenbeiratBehindertenbeiratBehindertenbeirat5.3.: 1.Sitzung des neu gewählten Behindertenbeirates: Pünktlich um 19:30 konnte der neue Bürgermeister Helge Zychlinski sechs der sieben ordentlichen Mitglieder (Heike Hüper kam entschuldigt später) sowie alle Vertreter(innen) begrüßen und er bat direkt mit der Begrüßung darum, dass alle Mitglieder sich bitte an der Sitzungstisch begeben mögen und nicht nur die ordentlichen Mitglieder. Diese und die künftigen Sitzungen werden nicht so schnell und zügig ablaufen, wie man das von Rats-und Ausschusssitzungen kennt, weil Renate Löhr nur etwas hören kann, wenn der jeweilige "Sprecher" den Sender in der Hand hat, damit Löhr über den Empfänger etwas hören kann. So hatte Anke Jürgensen ein gehöriges Laufpensum zu absolvieren, um den "Knochen" jeweils rumzutragen. Nachdem so die Eröffnung und Begrüßung und anschließend die Tagesordnung abgewickelt waren, wurden alle Beiratsmitglieder ( 7 + 7 Stellvertreter) offiziell verpflichtet und eine Pflichtenbelehrung durch den Bürgermeister vorgenommen, die jeder mit seiner Unterschrift bestätigen musste. TOP 4 bis 6 waren dann schon schwieriger, obwohl intern schon der Wahlvorschlag " Löhr" als Vorsitzende eigentlich ein Selbstläufer war, aber schon bei der Wahl der/des Stellvertreters wurde es dünn. Außer Christina Seitz winkten alle ab, was den Berichterstatter -selbst im Seniorenbeirat- zu der Überlegung brachte, ob wirklich alle vorher gewusst haben, dass und welche Arbeit auf sie zukommt oder ob es nur ein Bauchgefühl war, in dem Gremium mitmachen zu wollen, eben einfach nur, um dabei zu sein. Die wenigen, die sich über 3 Jahre im Arbeitskreis Menschen mit Behinderungen  schon kennen gelernt hatten und die Motoren für den Behindertenbeirat bildeten, denen war und ist klar, was auf sie zukommt, aber dem Betrachter schien das nicht bei allen der Fall zu sein, sonst wäre nicht so langatmig über z.B. die erste Zeitstrecke eines Vorstandes diskutiert worden, bis Ende Juli oder doch ein paar Tage mehr? Am Ende kam -vorgezogen- der Vorschlag, dass unter TOP 7 beim Erlass einer Geschäftsordnung (die als Vorschlag der Verwaltung zum Durcharbeiten jeder mit nach Hause nehmen konnte) auch die "Arbeitszeit" des Vorstandes in eben dieser Geschäftsordnung fixiert werden sollte. Zurück zu TOP 5: Christina Seitz wurde als stellvertretende Vorsitzende bis auf Weiteres und als Geschäftsführer Benny Drescher gewählt. TOP 8 - Wahl der Personen, die in den Ausschüssen vertreten sein sollen (+ Stellvertreter) zeigte ebenfalls das oben beschriebene Personalproblem. Daher wurde der externe Vorschlag aufgegriffen, bei der nächsten Sitzung des Ausschusses Planen und Bauen am 17.März  als Kiebitz dabei zu sein, um zu sehen, was zu tun ist, wenn man in diesem und weiteren Ausschüssen vertreten sein will. Auch der nächste Sitzungstermin konnte nicht verbindlich festgelegt werden, daher  wurde "Ende März" angepeilt. Für die Zuhörer waren manche Beiträge der Beiratsmitglieder nicht zu verstehen, da so leise wie im häuslichen Wohnzimmer gesprochen wurde. Da muss ein Verwaltungsmitarbeiter bei der nächsten Sitzung eine Einweisung in die Mikrofonbenutzung sicherstellen, ohne eine Übersteuerung des Löhrschen Ohr-Verstärkers zu verursachen. Aber bei einer öffentlichen Veranstaltung wollen die Zuhörer auch mitbekommen, was be- und gesprochen wird.